Feng Shui – Die chinesische Gartenkunst

Der chinesische Garten ist ein Landschaftsgartenstil des Feng Shui, der sich vor über 3000 Jahren entwickelte. Es umfasst sowohl die großzügige Gartenlandschaft der chinesischen Kaiser, als auch die Mitglieder der kaiserlichen Familien, welche zum Vergnügen aber auch um zu beeindrucken erstellt wurden. Insbesondere aber wurden sie dafür kreiert, um von der Außenwelt flüchten und sie reflektieren zu können. Sie schaffen eine ideale Miniaturlandschaft die dazu bestimmt ist, die Harmonie die zwischen Mensch und Natur existiert zum Ausdruck zu bringen.

Ein typisch chinesischer Garten

Ein typischer chinesischer Garten ist von einer Mauer umgeben und umfasst eine oder mehrere Teiche, Felsarbeiten, Bäume, Blumen und ein Sortiment von Hallen und Pavillons im Garten, umgeben von geschwungenen Wegen und durch Zick-Zack Galerien verbunden. Durch das Bewegen von Struktur zu Struktur, bekommen die Besucher eine Reihe von sorgfältig komponierten Szenen zu sehen, als würde eine Schriftrolle von Landschaftsbildern aufgerollt werden.

Die Anfänge der chinesischen Gartenkunst

Die frühesten chinesischen Gärten wurden im Tal des Gelben Flusses in der Shang-Dynastie (1600-1046 vor Christus) erstellt. Diese Gärten waren große geschlossene Parks, wo die Könige und Adligen jagten, spielten oder Obst und Gemüse angebaut wurde.
Ein berühmter königlicher Garten der späten Shang-Dynastie war die Terrasse, Teich und der Park des Geistes (Lingtai, Lingzhao Lingyou), gebaut von König Wenewang westlich von seiner Hauptstadt Yin. Der Park wurde im Shijing (Buch der Lieder) so beschrieben:
„Der Kaiser macht seine Promenade im Park des Heiligen Geistes,
Die Hirsche sind auf dem Rasen kniend, und ernähren ihre Kitze,
Die Hirsche sind schön und strahlend.
Die makellosen Krane haben Federn von strahlendem Weiß.
Der Kaiser macht seine Promenade auf den Teich des Geistes,
Das Wasser ist voller Fische, die sich winden. „